MEMS (Mikro-Elektro-Mechanische Systeme) sind GerĂ€te mit mechanischen Strukturen im Mikrometerbereich. Durch die Kombination mit einer Elektronik (ASIC) entsteht eine Sensorik auf einem einzelnen Chip. Sie sind in unserem Alltag unverzichtbar und finden Anwendung in Smartphones, Automobilen, Computern und Smart-Devices. Die Herstellung dieser feinen Strukturen ist ein mehrstufiger, komplexer Prozess. WĂ€hrend die kausalen ZusammenhĂ€nge fĂŒr Teilsysteme der Produktionskette implizit bekannt sind, fehlt eine explizite Darstellung und systematische Aufarbeitung dieser Beziehungen. In anderen Bereichen der Produktion sind die kausalen Mechanismen weitestgehend unbekannt, man spricht von einer fehlenden, kausalen âGrundwahrheitâ. Ziel der Arbeit ist die Modellierung der kausalen Grundwahrheit fĂŒr das bekannte Teilsystem, sowie die Proposition und Validation einer Hypothese der Grundwahrheit des unbekannten Teilsystems.
- WĂ€hrend deiner Abschlussarbeit eignest du dir fundierte Kenntnisse ĂŒber KausalitĂ€t und deren Abgrenzung zu Korrelation an, um die theoretischen Grundlagen deiner Arbeit zu festigen.
- Tiefgehend beschÀftigst du dich mit der MEMS-Technologie, den spezifischen Produktionsprozessen und der komplexen MEMS-Produktion.
- Du identifizierst und analysierst kausale Beziehungen in bekannten Teilsystemen, indem du relevante Variablen verstehst und diese anhand von Literatur und LehrbĂŒchern herleitest.
- AnschlieĂend entwickelst du Hypothesen und Modelle fĂŒr die kausale Grundwahrheit dieser Systeme, die du explizit, analytisch und grafisch darstellst.
- Deine entwickelten Hypothesen validierst du im engen Austausch mit Bosch-Expert:innen und wendest die erarbeitete Methodik auf unbekannte Teilsysteme mit komplexeren ZusammenhÀngen an.
- Du evaluierst bekannte Algorithmen zur datengetriebenen Inferenz kausaler Beziehungen mithilfe deiner selbst entwickelten Modelle.
- Deine Ergebnisse bereitest du sorgfĂ€ltig auf, analysierst sie und prĂ€sentierst sie regelmĂ€Ăig in der Arbeitsgruppe.